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Mit unserer Internet-Präsenz möchten wir Sie über Aktuelles und Beständiges in unserer Gemeinde informieren. Auf Sie warten Berichte und Bilder aus unserem Gemeindeleben, einzelne Gruppen aus unserem Gemeindeleben stellen sich vor und Sie erfahren etwas über unsere  Geschichte sowie alles, was uns rund um unsere Gemeinde wissenswert und interessant erscheint.


AKTUELL UND WISSENSWERT


 

Menschenrechtsverletzungen auf den Philippinen

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Präsident Duterte bezeichnet das Drogenproblem als Krankheit, die es auszumerzen gilt. Drogenabhängige werden als Untermenschen und die mehr als 30 Kinder, die im Zuge des sog. „war on drugs“ bereits ums Leben gekommen sind, als Kollateralschäden bezeichnet. In der Sprache des von Duterte berufenen Polizeichefs klingt das dann so: „Stattet den Drogenbaronen doch einen Besuch ab. Gießt Benzin über ihre Häuser und zündet sie an, um eurer Wut Ausdruck zu verleihen!“ Duterte selbst vergleicht sich voller Stolz mit Hitler, dem er es gleichtun und die 3 Millionen Dro-genabhängigen im Land abschlachten will. Im Kongress stehen zwei Gesetze vor der Verabschie-dung, eines zur Wiedereinführung der Todesstrafe, ein zweites zur Senkung des Strafmündig-keitsalters von 15 auf 9 Jahre. Im Land ist eine Kultur der Straflosigkeit und der Straßenjustiz eingekehrt. Die philippinische Regierung stellt Freibriefe für das Töten von (als solche deklarierte) Drogenabhängige aus. Ins Visier geraten dadurch natürlich nicht nur Menschen, die mit Drogen in Kontakt sind, sondern auch Menschenrechtsverteidiger, Musiker und Regierungskritiker. Im letzten Jahr war ich auf einer Kundgebung Dutertes. Als 20.000 Menschen ihren rechten Arm gen Himmel streckten, um ihre Unterstützung zu bekunden, schossen mir Tränen in die Augen. Seitdem ist mir Martin Niemöllers Gedicht „Als die Nazis die Kommunisten holten…“ sehr präsent. Und die Frage „Was hättest du damals getan?“ wurde aktueller denn je… Bei so viel Gewalt überkommt einen sehr schnell ein Gefühl der Ohnmacht. Ich möchte mich gegen diese Schockstarre wehren, um jene zu unterstützen, die sich unermüdlich gegen die systematischen Tötungen und für Frieden, Gewaltfreiheit und Menschenrechte einsetzen. Dafür bitte ich um Eure Unterstützung: Wenn ihr etwas Gutes tun wollt, dann unterstützt bitte das „Network Against Killings in the Philippines (NAKPhil)“ NAKPhil ist ein, im letzten Jahr gegründetes, philippinisches Netzwerk von engagierten Menschen aus Kirche und Zivilgesellschaft. Sie dokumentieren die Menschenrechtsverletzungen vor Ort, spre-chen sich öffentlich gegen die systematischen Tötungen aus und nehmen dabei Bedrohungen, Überwachung, sowie die Gefährdung ihrer eigenen Sicherheit in Kauf. Seitdem die Polizei und die Medienanstalten die Dokumentation der Tötungen eingestellt haben, ist die Arbeit von NAKPhil umso wichtiger und wertvoller geworden. Hier könnt ihr spenden: https://www.leetchi.com/c/nakphil

Hass und Gewalt sind weltweit auf dem Vormarsch – es ist an uns ein Zeichen des Mitgefühls und des Friedens entgegenzusetzen!

Vielen, vielen Dank an alle Unterstützer*innen!

Euer Dominik Hammann

Dominik Hammann, 29 Jahre alt, geboren im nordhessischen Hofgeismar, studierte Politikwissenschaft und Philosophie im Magisterstudiengang an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und an der Cardiff University. Seit April 2011 arbeitet er als Menschenrechtsbeobachter auf Negros, Philippinen.

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